Hongkonger Demokratie-Aktivist

Joshua Wong festgenommen - und wieder frei

24. September 2020
von Börsenblatt

Das PEN-Zentrum Deutschland kritisiert in einer Mitteilung die Festnahme des Hongkonger Demokratie-Aktivisten Joshua Wong. Laut Medien ist Wong, der an einer Veranstaltung der Frankfurter Buchmesse 2020 teilnehmen soll, inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Joshua Wong (Archivbild)

Das PEN-Zentrum Deutschland zeigt sich in seiner Mitteilung von heute "entsetzt über die Festnahme" von Joshua Wong und fordert darin die chinesische Regierung sowie die zuständigen Behörden dazu auf, Wong sofort und bedingungslos freizulassen. Das ist mittlerweile offenbar bereits geschehen, wie Medien berichten. Laut "Spiegel" sei der 23-jährige Wong, der am Donnerstag verhaftet wurde, nach wenigen Stunden wieder freigelassen worden.

Der Appell des PEN Zentrums Deutschland spannt noch einen weiteren Bogen: Die chinesische Regierung wird aufgefordert, die Freiheits- und Menschenrechte der Menschen in Hongkong und auf dem chinesischen Festland zu gewährleisten. Die politischen Verantwortlichen müssten sich kritischen Stimmen in einer offenen Debatte stellen, anstatt sie durch Einschüchterung, Verfolgung oder gar Inhaftierung zum Schweigen zu bringen.

Hintergrund

Die Festnahme Wongs hatte dessen Anwalt auf Twitter bestätigt. Der 23-Jährige soll sich auf einer Hongkonger Polizeiwache gemeldet haben und dort wegen der Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung am 5. Oktober des vergangenen Jahres festgenommen worden sein. Auch sei ihm vorgeworfen worden, gegen das damals geltende Vermummungsverbot bei Protesten in Hongkong verstoßen zu haben.

Wong zu Gast bei der digitalen Frankfurter Buchmesse

Als geplanter Buchmessengast soll Joshua Wong auf einer Podiumsdiskussion des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels über die aktuelle Situation in Hongkong berichten und unter anderem mit Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, darüber diskutieren, was Zivilgesellschaft und Politik in Europa tun können, um die Hongkonger Bürgerinnen und Bürger in ihrem Streben nach Freiheit und Demokratie zu unterstützen.

#FreeHongkong: Was können die Bürger in Europa tun, um die Hongkonger Demokratiebewegung zu unterstützen? Mit Hongkong-Aktivist Joshua Wong (Zuschaltung geplant), Nina George, Präsidentin des European Writers’ Council, und Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Termin: Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr, ARD-Buchmessenbühne (und Stream)