Gastland-Serie: Auf einen Espresso mit … Kateřina Tučková

"Das Buch war wie ein Schock in Tschechien"

7. Oktober 2026
Nicola Bardola

Kateřina Tučkovás Roman "Die Vertreibung der Gerta Schnirch" erzählt von der Vertreibung der Deutschen aus Brünn und ihrer bis heute nachwirkenden Geschichte. Anlässlich der zweiteiligen Arte-Verfilmung spricht die Autorin über Recherche, Erinnerung und die Kontroversen in Tschechien.

Kateřina Tučková

Kateřina Tučková

Kateřina Tučková ist 29 Jahre alt, als ihr literarisches Debüt 2009 in Tschechien erscheint. Erst neun Jahre später veröffentlich der Berliner Verlag Klak die deutsche Übersetzung (Iris Milde). Und nun, am 9. Oktober, sendet arte erstmals die aufwendig produzierte zweiteilige Verfilmung "Gerta und die Welt am Abgrund" (Regie: Tomáš Mašín).

"Ich wurde jeweils von den Verlagen, von arte und vom Regisseur gefragt, ob ich mit dem Titel einverstanden bin. Ich mische mich da nicht ein. Die Fachleute vor Ort können gut beurteilen, welcher Titel der beste ist", sagt Tučková. Im Original heißt ihr auf wahren Begebenheiten basierender Roman "Die Vertreibung der Gerta Schnirch", die deutsche Ausgabe verzichtet bewusst auf das Wort "Vertreibung". Klak-Verleger Jörg Becken entscheidet sich für "Gerta. Das deutsche Mädchen". Die arte Redaktion in Frankreich titelt: "Gerta e le Monde dechiree", "Gerta und die zerrissene Welt".