Christine Wunnicke, geboren 1966 in München, studierte Linguistik, Altgermanistik und Psychologie in Berlin und Glasgow. Nach dem Studium arbeitete sie in der Wissenschaftsverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft in München. Anfang der 1990er Jahre erschienen erste Hörspiele und Radiofeatures; ihre ersten Romane veröffentlichte sie mit "Fortescues Fabrik" (1998) und "Jetlag" (2000).
In ihren vielfach ausgezeichneten Büchern erzählt Wunnicke von außergewöhnlichen, historisch verbürgten Figuren und Wissenswelten, häufig angesiedelt in der ferneren Vergangenheit (17. bis 19. Jahrhundert). Dazu zählen etwa die bei Berenberg erschienenen "Der Fuchs und Dr. Shimamura" (2015) und "Katie" (2017), ein Roman über den Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Spiritismus im London der 1870er-Jahre.
2020 erschien "Die Dame mit der bemalten Hand", ebenfalls bei Berenberg, ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis und nominiert für die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Ihr jüngster Roman "Wachs" (Berenberg 2025), angesiedelt im Frankreich des 18. Jahrhunderts, stand erneut auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2025 wurde Wunnicke mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Gesamtwerk geehrt, 2026 erhielt sie den Literaturpreis der Darmstädter Jury "Buch des Monats" für "Wachs". Am 22. Juli erscheint "Wachs" als Taschenbuch im Diogenes Verlag. Bei Matthes & Seitz Berlin kommt am 1. Oktober in der Reihe der "Naturkunden" ihr Band "Papageien. Ein Portrait".