Auch ein KiWi-Titel im Finale

Kehlmann auf der Shortlist zum International Booker Prize

31. März 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Shortlist des International Booker Prize 2026 wurde veröffentlicht, darauf steht auch Daniel Kehlmann mit seinem Roman über den Filmregisseur G.W. Pabst. Zudem ist ein zuerst bei KiWi erschienener Titel von Shida Bazyar in der Endauswahl.

Cover des Buchs von Daniel Kehlmann

Cover des Buchs von Daniel Kehlmann

Diese sechs Titel stehen laut Mitteilung des Booker Prize auf der Shortlist der internationalen Auszeichnung – darunter zwei Übersetzungen aus dem Deutschen:

  • "The Nights Are Quiet in Tehran" (Scribe UK 2025) von Shida Bazyar (Übersetzt ins Englische: Ruth Martin). Der Debütroman "Nachts ist es leise in Teheran" erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch und wurde u.a. mit dem Bloggerpreis für Literatur, dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet.
  • "She Who Remains" (Peirene Press 2026) von Rene Karabash (Übersetzt ins Englische: Izidora Angel)
  • "The Director" (riverrun 2025) von Daniel Kehlmann (Übersetzt ins Englische: Ross Benjamin). Englischsprachige Ausgabe seines Romans "Lichtspiel", der zuerst 2023 bei Rowohlt erschienen ist.
  • "On Earth As It Is Beneath" (Charco Press 2025) von Ana Paula Maia (Übersetzt ins Englische: Padma Viswanathan)
  • "The Witch" (MacLehose Press 2026) von Marie NDiaye (Übersetzt ins Englische: Jordan Stump). Das Buch ist in der Originalsprache Französisch vor 30 Jahren als "La Sorcière" erschienen.
  • "Taiwan Travelogue" (And Other Stories 2026) von Yáng Shuāng-zǐ (Übersetzt ins Englische: Lin King)
Foto der Autorin Shida Bazyar​​​​​​​

Autorin Shida Bazyar

"Mit Erzählungen, die Momente aus dem vergangenen Jahrhundert einfangen, sind diese Bücher von Geschichte durchdrungen. Auch wenn diese Geschichten von Herzschmerz, Brutalität und Isolation handeln, hinterlassen sie doch einen nachhaltig belebenden Eindruck", sagt Natasha Brown, Vorsitzende der diesjährigen Jury.

Die Liste umfasst Autor:innen und Übersetzer:innen aus acht Ländern (Brasilien, Bulgarien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Taiwan, Großbritannien und den Vereinigten Staaten) und vier Kontinenten: Asien, Europa, Nordamerika und Südamerika. Fünf der sechs Autor:innen und vier der sechs Übersetzer:innen sind Frauen.  

Mehr zu den nominierten Titeln findet sich auf der Website des Booker Prize.

Der Siegertitel wird am 19. Mai im Rahmen einer Feierstunde in der Tate Modern in London bekannt gegeben. 

Zum Preis:

Der International Booker Prize zeichnet jährlich die besten Romane und Kurzgeschichtensammlungen aus aller Welt aus, die ins Englische übersetzt und im Vereinigten Königreich und/oder in Irland veröffentlicht wurden. Der Preis wird von einer fünfköpfigen Jury vergeben. Gewürdigt wird die wichtige Arbeit der Übersetzung, wobei das Preisgeld in Höhe von 50.000 britischen Pfund zu gleichen Teilen zwischen dem Autor oder der Autorin und dem Übersetzer oder der Übersetzerin aufgeteilt wird. Jeder Titel auf der Shortlist erhält einen Preis in Höhe von 5.000 Pfund: 2.500 Pfund für den Autor oder die Autorin und 2.500 Pfund für den Übersetzer oder die Übersetzerin.