Utopien in Berlin
Im September startet in Berlin das neue Literaturfestival "Übersetzen & Weltretten". Es widmet sich Utopien, Dystopien und der Rolle literarischer Übersetzung.
Im September startet in Berlin das neue Literaturfestival "Übersetzen & Weltretten". Es widmet sich Utopien, Dystopien und der Rolle literarischer Übersetzung.
Das Literaturfestival "Übersetzen & Weltretten. Anstiftung zur Utopie in dystopischen Zeiten" findet vom 11. bis 25. September in Berlin statt, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Im Mittelpunkt steht das literarische Übersetzen.
Das zweiwöchige Festival wird vom Verein Weltlesebühne produziert. Es lädt dazu ein, literarische Utopien und Dystopien des 20. und 21. Jahrhunderts neu zu betrachten: als politische Entwürfe und als Anregungen zum gesellschaftlichen Handeln.
Kuratiert wird das Programm von Hélène Thiérard und Henning Bochert von Weltlesebühne e. V. sowie von Gastkuratorin Aurélie Maurin von TOLEDO/Deutscher Übersetzerfonds.
Geplant sind Lesungen, Gespräche, Workshops und performative Formate. Das Festival bringt internationale Übersetzer:innen, Autor:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen zusammen und will Literatur als Ort kulturellen Austauschs erfahrbar machen.
Die zentralen Festivaltage finden am 18. und 25. September im Collegium Hungaricum Berlin statt. Als weitere Spielorte sind die Amerika-Gedenkbibliothek und die Lettrétage bestätigt; weitere sollen folgen.
Das Festival findet im Vorfeld des Internationalen Tags des Übersetzens, auch Hieronymustag, statt. Es will die kulturelle Vielfalt utopischer und dystopischer Literatur aus verschiedenen Sprachen sichtbar machen und die Arbeit von Literaturübersetzer:innen würdigen.
Die Mitteilung stellt das Festival auch in den Kontext von KI-Systemen, automatisierter Sprachproduktion und maschineller Übersetzung. Dadurch gewinne die Frage nach dem Wert menschlicher Übersetzungsarbeit neue Dringlichkeit.
"Übersetzer:innen, die sich daran machen, die Welt zu retten – klingt das nach Science Fiction?", sagt Kuratorin Hélène Thiérard. Im Zentrum stehe die Idee, "dass im literarischen Übersetzen selbst ein Funken Utopie steckt".
Das Programm soll literarische und gesellschaftspolitische Debatten mit Einblicken in die Praxis des Übersetzens verbinden. Neben Fachpublikum richtet es sich auch an ein breiteres Publikum, unter anderem mit Konzerten, Poetry Slams, Live-Übersetzungen und partizipativen Formaten.
Veranstaltet wird "Übersetzen & Weltretten" von Weltlesebühne e. V. und dem TOLEDO-Programm des Deutschen Übersetzerfonds. Partner sind das Collegium Hungaricum Berlin und die Lettrétage; unterstützt wird das Festival durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).