Porträt Verlegerin Rebecca Weitendorf von Hacht

"Das Bauchgefühl ist wichtig"

3. März 2026
Stefan Hauck

Bücher zu verlegen, die man im Herzen behält: Dieses Ziel hat Rebecca Weitendorf von Hacht. Ein gesundes Wachstum gehört auch dazu.

Rebecca Weitendorf von Hacht

Rebecca Weitendorf von Hacht. 2019 gründete sie den von Hacht Verlag, der zu 51 Prozent ihr und zu 49 Prozent W1 Media gehört.

Ihr von Hacht Verlag hat bisher vor allem Bilderbücher in Lizenz publiziert. Folgt mit Nikolaus Heidelbachs Flusspferd "Simone" jetzt der Sprung in die Eigenentwicklung?

Rebecca Weitendorf von Hacht: Durch meine englische Muttersprache habe ich den Verlag zunächst mit internationalen Titeln geprägt. Gleichzeitig sehe ich, wie viele starke Talente es im deutschsprachigen Raum gibt. Als Einfrauverlag wäge ich aber sehr bewusst ab, welche Projekte ich realisieren kann. Als ich Heidelbachs Bilder zu "Simone" in Bologna gesehen habe – wie er Kindheit in Details einfängt und wie un­mittelbar Nähe und Vertrauen entstehen –, wusste ich sofort: Dieses kinderstärkende Buch möchte ich veröffentlichen! Es ist für mich der nächste konsequente Schritt, internationale Impulse mit Talenten aus dem deutschsprachigen Raum zu verbinden.

Haben Sie mehr Freiheiten, weil Bilderbuchspezialist NordSüd nun mehrheitlich zu Ravensburger statt zu W1 gehört?

Rebecca Weitendorf von Hacht: Ich hatte nie eine scharfe Trennlinie zu den NordSüd-Büchern im Kopf. Ich suche Titel, die mich persönlich begeistern, und arbeite sehr bewusst als persönlicher Boutique-­Verlag: Ich möchte Bücher machen, die man im Herzen behält. Ich entwickle mein Programm mit klarem Fokus und in meinem eigenen Tempo weiter. 

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