Karl May Verlag

"Die Debatte um Winnetou hat uns genutzt"

7. September 2022
von Börsenblatt

In den Diskussionen um die Bücher zu "Der junge Häuptling Winnetou" wurden auch der Schriftsteller Karl May und sein Werk angegriffen. Im Interview nimmt Karl May-Verleger Bernhard Schmid Stellung zu Rassismus-Vorwürfen, den Absatzkanälen der Bücher und dem "Indianer"-Wort.

Bernhard Schmid

Immer wieder ging es in der Debatte gar nicht um die Filmbücher, sondern pauschal um Karl May – der Schriftsteller habe das Leben der indianischen Ureinwohner romantisiert und ihren Genozid ausgeblendet. Was ist an solchen Vorwürfen dran?

Das ist der größte Unsinn. Hier wird Karl May und sein Werk genau ins Gegenteil versetzt. Sicher ist, dass solche Kritiker Karl May nie gelesen haben. Wenn man sich allein die Einleitung von "Winnetou I" ansieht kann man leicht feststellen, mit welcher Leidenschaft Karl May die Vernichtung der indianischen Bevölkerung in den USA beschrieben und angeprangert hat. Mit seinem Buch wollte er den Indianern auch ein Denkmal setzen.

Zudem wurde Karl May jetzt auch noch Rassismus vorgeworfen – das ist nun wirklich paradox, denn zu seinen Lebzeiten bemängelte man bei Karl May, er schreibe zu pazifistisch und zu viel über Völkerverständigung.

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