Verband deutscher Schriftsteller:innen

"Ein Gefühl der Überwachung in der Literaturszene"

16. Juli 2026
Redaktion Börsenblatt

Der Verband deutscher Schriftsteller:innen (VS in ver.di) zeigt sich tief besorgt über die Pläne von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, sich beim Deutschen Verlagspreis ein Vetorecht vorzubehalten. "Wolfram Weimer greift die Unabhängigkeit der literarischen und verlegerischen Landschaft an, sein Verhalten wirft erneut grundsätzliche Fragen nach der Rolle des Staates in kulturellen Förderentscheidungen auf", kritisiert die Vorsitzende Lena Falkenhagen.

Lena Falkenhagen

Lena Falkenhagen

Der Deutsche Verlagspreis sei eine der renommiertesten Auszeichnungen für herausragende verlegerische Leistungen in Deutschland, so der Verband; bisher seien die Preisträger:innen von einer unabhängigen Jury aus Expert:innen der Branche, darunter Autor:innen, Verleger:innen und Literaturkritiker:innen ausgewählt worden.. Diese Praxis habe eine pluralistische und fachkundige Bewertung garantiert, die den vielfältigen Stimmen der deutschen Literaturszene gerecht geworden sei.