Nachruf

"Empathisch und klug": Stefan Wendel ist tot

31. März 2026
Redaktion Börsenblatt

Mehr als zwei Jahrzehnte hat Stefan Wendel die Kinder- und Jugendbuchbranche als Lektor und Programmleiter geprägt, bevor er sich mit einer eigenen Agentur selbstständig machte. Am 11. März ist der 62-Jährige unerwartet verstorben. Ein Nachruf.

Stefan Wendel

Stefan Wendel

"Die Branche verliert mit ihm einen klugen, empathischen und engagierten Kollegen, dessen Herz für die Kinder- und Jugendliteratur schlug", so die Kolleg:innen des Thienemann Verlags. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik in Bamberg und im britischen Reading begann seine Karriere im Kinder- und Jugendbuch als Lektor zunächst im Arena Verlag, bis er 1992 zum Thienemann Verlag wechselte. Dort war er "von 2002 bis 2010 Programmleiter und betreute Autor:innen wie Michael Ende, Otfried Preußler, Max Kruse und Ursula Wölfel und spezialisierte sich auf die Entwicklung deutschsprachiger Originalausgaben. 2003 wurde er mit dem Lektorenpreis des Netzwerks deutschsprachiger Kinder- und Jugendbuchautoren ausgezeichnet..
2011 gründete er seine Agentur Stefan Wendel Autorenberatung und war bis zuletzt als  unabhängiger Berater für Autor:innen und Illustrator:innen und ihre Vermittlung an Agenturen und Verlage tätig. Seit 2018 lebte und arbeitete er in Lübeck. Stefan Wendel stand immer für einen kompetenten, konstruktiven und empathischen Austausch", würdigen ihn die Kolleg:innen in Stuttgart. "Bis zuletzt war er unserem Haus verbunden – durch seine Vermittlungsarbeit, insbesondere aber auch durch die Übersetzungen aus dem Englischen von David McKees 'Elmar'-Büchern. 
Wir verlieren mit Stefan Wendel einen außergewöhnlichen Kollegen und Menschen, dessen Leidenschaft und Warmherzigkeit uns fehlen werden. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinem Lebenspartner, seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren."