Doch wie lässt sich das Loslassen konkret umsetzen, ohne das Team zu demotivieren? Bils skizziert einen klaren, dreistufigen Prozess. Am Anfang steht die Schaffung eines gemeinsamen Problembewusstseins. "Der erste große Schritt in der Begleitung von Exnovationsprozessen ist immer ein Problembewusstsein zu schaffen, das im Idealfall geteilt ist", so Bils. Erst wenn alle Beteiligten die Notwendigkeit anerkennen, könne man in den zweiten Schritt übergehen: die Definition von Prioritäten und Kriterien. Dies führt oft zur zentralen Frage nach dem Unternehmenszweck, dem "Purpose". Ist der Kern des eigenen Handelns klar, lässt sich leichter entscheiden, was bleiben muss, was neu hinzukommt und was gehen kann. Die faktische Umsetzung bildet den dritten Schritt, der bewusst als emotionaler Prozess gestaltet werden muss, der einem Trauerprozess ähneln kann.