Glücklicherweise nehmen jetzt, da die Politik offensichtlich zu große Abstimmungsschwierigkeiten hat zwischen den verschiedenen Sphären – national, europäisch, weltweit –, die einzelnen Akteure das Heft des Handelns in die eigenen Hände.
Die Penguin Random House Verlagsgruppe, Sie werden das alle über die Berichterstattung mitbekommen haben, klagt nun gegen OpenAI, weil dieses KI-System den "Kleinen Drachen Kokosnuss" täuschend ähnlich ausspuckt, wenn man es danach fragt oder darum bittet (mehr dazu hier).
Zudem gibt es noch weitere Tipps zur Anwendung der Ergebnisse, also wie man aus diesem KI-Ergebnis ein Buch herstellt und vertreibt, und diese Tipps beruhen offensichtlich darauf, dass das System mit ebendiesem "Kleinen Drachen Kokosnuss" trainiert wurde.
Man hört es munkeln, dass diese Klage nicht für sich bleiben wird, da auch andere große Verlagsgruppen mit Klagen folgen werden. Denn das ist natürlich kein Einzelfall: Wir alle wissen, dass beim Training von KI keinerlei Rücksicht auf Urheberrechte genommen wird, sondern dass bei den offenen KI-Systemen einfach alles eingespeist und gefressen wird, was zirkuliert, ob rechtegeschützt oder nicht.
Und, absurderweise gibt es hier die Volte, dass wir Verlage für die KI-Systeme, die unrechtmäßig und unbezahlt mit unseren Inhalten trainiert wurden, dann, wenn sie gut trainiert und gefüttert wurden, für genau den Einsatz dieser Systeme sogar selbst noch zahlen müssen. Uns werden also die von uns geraubten Inhalte noch einmal zurückverkauft. Als würde einem das Fahrrad geklaut und dann vom Dieb angeboten, gegen Bezahlung würde er einen auf dem Gepäckträger mitfahren lassen.