Die Beteiligten sprachen viel über gegenseitige Unterstützung. Für Marij Hartwig sei Reichweite ausschlaggebend. Neben der Sichtbarkeit auf Büchern, wie beispielsweise durch die Nennung von Übersetzer:innen auf den Covern, sei ein Netzwerk entscheidend. Dabei spricht sie nicht nur von einem Netzwerk nach außen: "Es ist viel wichtiger, sich unter Kolleg:innen zu vernetzen", sagte sie. Aufträge würden oft weitergereicht werden, oder es würden sich Möglichkeiten für Tandemübersetzungen eröffnen. Auch im Buchhandel helfe der direkte Austausch. Haas berichtete von WhatsApp-Gruppen, Einkaufsgemeinschaften und Kontakten zu anderen unabhängigen Buchhandlungen. Ihr Rat an den Branchennachwuchs lautete: "Macht das, stellt Fragen, man kann nichts verlieren – höchstens gewinnen wir an Erfahrung."
Bei der Verlagsgründung können Kontakte eine große Unterstützung sein. Sowohl Höppner als auch Dohmeyer teilten ihre Erfahrungen – zu den Anlaufstellen, die sie empfahlen, gehörten vor allem der Börsenverein und die Kurt Wolff Stiftung. "Einfach mit den Leuten sprechen", sagte Höppner – vor Rückschlägen nicht zurückschrecken und ehrlich sagen, dass man keine Ahnung hat. "Einen Verlag zu machen ist Typsache", sagte Dohmeyer; jede:r arbeitet anders, doch der Austausch helfe jedem.
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