Ganske Gruppe zieht Bilanz

Nach harten Einschnitten wieder auf Wachstumskurs

Nach einem Verlust von 4,1 Millionen Euro im Jahr 2017 geht die Ganske Verlagsgruppe für 2018 von einem positiven Konzernergebnis aus. Ab 2019 erwartet Verleger Thomas Ganske wieder "nachhaltiges Wachstum" – auch im Buchbereich.

Dies geht aus dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 (1. Januar bis 31. Dezember 2017) hervor, den die Ganske Verlagsgruppe kurz vor Weihnachten 2018 im Bundesanzeiger veröffentlicht hat. Der Umsatz der Verlagsgruppe war 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent auf 196,8 Millionen Euro zurückgegangen (2016: 209,6 Millionen Euro). Das Konzernergebnis lag nach Abzug der auf andere Gesellschafter entfallenden Verluste (rund 318.316 Euro) bei minus 4,1 Millionen Euro.

Vor allem die "Marktentwicklung im Zeitschriftengeschäft und im Buchverlagsbereich" hätten gegenüber 2016 zu reduzierten Umsätzen geführt, heißt es im Jahresbericht. Die "durchgeführten Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen" hätten die "Aufwandsstrukturen in der Verlagsgruppe" verbessert und die betrieblichen Aufwendungen deutlich verringert. Dazu gehören Personalmaßnahmen auf allen Ebenen, inklusive Veränderungen im Vorstandsbereich und in den Programmgeschäftsführungen der Verlage:

Die Prognose für die einzelnen Buchverlagssegmente fallen zurückhaltend oder verhalten positiv aus. Für den Verlag Gräfe und Unzer erwartet der Ganske-Vorstand für 2018 und 2019 einen "weitgehend stagnierenden bis leicht schrumpfenden Print-Ratgebermarkt". Ziel des Verlags sei es laut Jahresbericht, "in den vergangenen drei Jahren verlorene Marktanteile mittelfristig wieder zurück zu gewinnen". "Wichtig sind dafür Trendthemen am Markt", die es zeitnah zu erkennen und rasch zu bedienen gelte.

Bei Hoffmann und Campe wird als Geschäftsziel sowohl die "Umsatzsicherung" durch Neuerscheinungen eingeführter und neuer Autoren als auch die "Erschließung neuer Programmkooperationen" genannt. Dabei gehe es um die Erschließung neuer Wachstumsoptionen. Bestehenden Marktrisiken wolle man mit "konservativer Auflagenplanung" und stabilen, teilweise aber auch steigenden Endkundenpreisen begegnen.

Für 2018 und die Folgejahre habe sich die Verlagsgruppe ein "Zukunftskonzept" erarbeitet, "das ab 2019 wieder nachhaltiges Wachstum generieren wird". Für das Geschäftsjahr 2018 gehe die Geschäftsführung von einem positiven Konzernergebnis aus, heißt es weiter.

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1 Kommentar/e

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  • Carolin Weiß

    Carolin Weiß

    Um ehrlich zu sein, macht das Einkaufen bei der Ganske Gruppe schon lange keinen Spaß mehr. Zum einen gibt es die GU-Ratgeber inzwischen wirklich überall. Ob im Supermarkt, im Möbelhaus oder an der Tankstelle. Ständig erscheinen Neuauflagen, bei denen sich aber nur Titelbild und vielleicht mal die Schriftart ändert. Die Kunden freuen sich über ein neues Buch und stellen zuhause fest, dass sie praktisch das gleiche Buch bereits besitzen. Zum anderen bleibt man als Fachhändler größtenteils auf den Altauflagen sitzen, weil sich GU bezüglich Remittenden äußerst unkulant zeigt.
    Inzwischen bestellen wir als eBuchler GU nur noch übers Zentrallager. Die Folge: auf dem Papier existieren beim Verlag keine Umsätze mehr und wir dürfen froh sein, überhaupt noch eine Vorschau zu bekommen.
    Eine Freundin von mir hingegen betreibt seit letztem Jahr einen Blog. Sie ist Ernährungsberaterin und bekommt von GU praktisch das komplette Verlagssortiment als kostenlose Rezenssionsexemplare geschickt, teilweise noch bevor die Bücher bei mir im Laden sind.
    Besonders schade finde ich, dass es mit BLV nach der Übernahme jetzt auch so laufen wird.

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