Der "genial bösen Roman über das Phänomen der Tradwives" (Zeit online) "Yesteryear" (Heyne; 29. April; Ü: Dietlind Falk, Lisa Kögeböhn) von Caro Claire Burke kreist seit einigen Wochen in den Top 10 unserer Belletristik-Charts – und jetzt, in der siebten Woche, schiebt er sich erstmals auf Platz 1.
Worum geht es? Natalie Heller Mills, eine geschäftstüchtige "Tradwife"-Influencerin, gibt auf ihren Social-Media-Accounts vor, wie im 19. Jahrhundert zu leben. Auf ihrer Ranch "Yesteryear" führt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Caleb und fünf Kindern ein Leben wie aus dem Tradwife-Bilderbuch. Hinter den Kulissen sieht es jedoch anders aus. Eines Tages wacht sie auf und findet sich offenbar im Jahr 1855 wieder. Das Tradwife-Paradies für sie? Mitnichten. Der vieldiskutierte Debütroman, ein New-York-Times Nummer 1-Bestseller, sei eine "eine scharfe Abrechnung mit dem, was die Tradwives online verkaufen", so die Rezension in der "Süddeutschen Zeitung". Hollywood-Star Anne Hathaway hat sich bereits die Filmrechte gesichert.
Die Startauflage betrug 20.000 Exemplare, so der Heyne Verlag auf Anfrage, aber man hat bereits mehrfach nachgedruckt. Ausgeliefert worden seien mittlerweile 100.000 Exemplare. "Yesteryear" sei in der Presse und auf sämtlichen Social Media-Kanälen seit Wochen sehr präsent und werde fast ausschließlich positiv besprochen, erklärt sich der Verlag den Erfolg. "Bereits vor Erscheinen der deutschen Ausgabe kam eine Welle an Begeisterung aus den USA und UK herüber, die dafür gesorgt hat, dass der Titel bei vielen Leser:innen heiß erwartet wurde." Diese Situation halte immer noch an.
"Wir haben die Rechte für die deutsche Ausgabe simultan zum Verkauf des Originals in Amerika im Mai 2024 in einer großen Auktion für uns gewinnen können", heißt es weiter aus München. Die Tradwives hätten ihren Ursprung zwar in Amerika, in der Hauptfigur "verdichten sich aber die Themen, die auch hier sehr aktuell sind und viele Leser:innen interessieren – von Mutterschaft, Feminismus und psychischer Gesundheit bis hin zu Geschlechternormen, Einkommensdisparität und dem Rechtsruck innerhalb der Gesellschaft". Die Stimme, die Caro Claire Burke für ihre Protagonistin gefunden habe, der "einzigartige Spannungsplot und der wahnsinnige Sog, den der Text dabei entwickelt, haben uns davon überzeugt, dass das Buch auch in Deutschland ein Erfolg werden kann".
Im Marketing wurde für "Yesteryear" eine umfassende Reichweitenkampagne umgesetzt, die bereits vor Erscheinen mit einer Rezensionskampagne gestartet sei. Ab Veröffentlichung wurde der Titel durch POS-Plakate, Anzeigen in verschiedenen Printmedien (u. a. Couch Magazin), eine digitale Kampagne auf Meta, TikTok, Amazon und Google, Influencer-Kooperationen sowie eine Audio-Kampagne auf Spotify beworben. Die Maßnahmen seien eng mit den Social-Media- und Presseaktivitäten verzahnt und laufen aktuell noch.