Der neu gewählte Vorsteher Sebastian Guggolz stellte sich der Branche bei seinem ersten öffentlichen Auftritt mit einem Vortrag zum Thema vor, der vor menschlicher Intelligenz sprühte – das Redemanuskript finden Sie hier. "Wir dürfen die intelligente Kunst, die menschliche Intelligenz, unter keinen Umständen als Auslaufmodell betrachten, nur weil das Neue, das immer seinen ganz eigenen Reiz hat, künstlich ist. Im Gegenteil: Die menschliche Intelligenz und mit ihr die intelligente Kunst müssen wir als Buchbranche selbstbewusst als unsere großen Stärken, unsere großen Gegengewichte betonen und herausstreichen", heißt es darin. Dieser Aspekt, nämlich die Frage nach der Identität der Verlage, spielte auch im Vortrag der KI-Expertin Katharina Zweig eine Rolle. Sie glaubt, dass der KI erstaunlich oft Aufgaben übergeben werden, die sie nicht löst (Bericht folgt).
"Den Umgang mit KI, mit von ihr generierten Texten und Bildern, von ihr unterstützten Systemen, von ihr erstellten Analysen, Präsentationen, Recherchen oder Bots, wünsche ich mir so kritisch und so reflektiert und auch reglementiert wie möglich", so Guggolz. Der Vorsteher wünscht sich die KI "dosiert eingesetzt und an den richtigen Stellen auch bewusst ausgeschlossen aus bestimmten Prozessen und vor allem aus dem Bereich der Literatur und der Literaturübersetzung". Seine Rede wurde vom Münchener Publikum mit reichlich Applaus bedacht.