Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, warnt vor den Folgen, die das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz haben könnte: "Die geplante Erhöhung des pauschalen Arbeitgeberbeitrags für geringfügige Beschäftigung trifft die mittelständisch geprägte Buchbranche hart." Viele Buchhandlungen, Verlage und Auslieferungen arbeiteten mit knappen Margen und müssten saisonale Spitzen wie Weihnachtsgeschäft, Messen und den Schulbuchverkauf abfedern; Minijobs seien "kein 'Nice-to-have', sondern oft betriebliche Notwendigkeit". Zudem böten Minijobs "zahlreichen Menschen einen (Wieder-)Einstieg ins Erwerbsleben".
Die geplante Erhöhung verteuere diese Beschäftigungsform laut Kraus vom Cleff unmittelbar und verschärfe den "immensen Kostendruck (Gewerbemieten, Energie, Mindestlohn...), erheblich". Sie erzeuge weitere direkte Mehrkosten, die in der Buchbranche nicht über Preise ausgeglichen werden könnten. Als mögliche Folgen nennt er "gekürzte Aushilfsstunden, eingeschränkte Öffnungszeiten und ein schlechteres Angebot – im schlimmsten Fall Geschäftsaufgaben". Sein Fazit: "GKV stabilisieren – ja. Aber nicht auf dem Rücken der kulturellen Infrastruktur. Deshalb: Verzicht auf die Erhöhung des pauschalen Arbeitgeberbeitrags für geringfügig Beschäftigte."