Mit Fokus auf die Vielfalt hebräischer und jüdischer Literatur

Altneuland Press wird verlegerisch unabhängig

2. Juni 2026
Redaktion Börsenblatt

Nachdem die ersten beiden Programme gemeinsam mit dem Kanon Verlag veröffentlicht wurden, wird Altneuland Press ab dem Herbst 2026 ein eigenes Verlagsprogramm herausgeben. Ausgeliefert wird es über die Liberté Vertriebskooperation.

Dory Manor und Moshe Sakal

Dory Manor und Moshe Sakal

Altneuland Press wurde 2023 von Dr. Dory Manor und Moshe Sakal in Berlin gegründet. Inspiriert von Heinrich Heines Begriff des "portativen Vaterlandes" formuliert Altneuland den Anspruch, ein verlegerisches Zuhause für moderne jüdische und hebräische Stimmen jenseits nationalstaatlicher Grenzen zu bieten. Zudem sollen die hier verlegten Bücher selbst auch ein tragbares Zuhause für ihre Leser:innen werden.

Lag der Fokus anfänglich auf hebräischer Literatur im Original sowie in Übersetzung, werde man künftig auch deutschsprachige sowie aus dem Englischen übersetzte Titel publizieren. "Man erkennt einen Verlag an seinen Büchern. Unser erstes eigenständiges Programm erzählt von einem zerrissenen Land und von der Sehnsucht nach Frieden, von Zugehörigkeit und ihrem Preis – Literatur, die Grenzen überschreitet, statt sie zu bestätigen. Genau dafür steht Altneuland", so Moshe Sakal und Dory Manor.

Die aktuellen Titel

Im Herbstprogramm erscheinen "Die Zukunft ist Frieden. Eine palästinensisch-israelische Reise durch ein versehrtes Land" von Aziz Abu Sarah und Maoz Inon, aus dem Englischen übersetzt von Ursula Kömen, sowie "Leben im Bauch des Wals. Porträts aus einem zerrissenen Israel" der Journalistin Ruth Margalit, aus dem Englischen übersetzt von Markus Lemke. Beide Sachbücher werden am 22. September veröffentlicht.

Am 2. November folgt mit "Bandit" (aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch) ein Roman des in Berlin ansässigen Autors Itamar Orlev, der mit dem Sapir-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet und bislang in fünf Sprachen übersetzt wurde. 

Das aktuelle Frühjahrsprogramm beinhaltet "Cedrick. Der Preis der Zugehörigkeit", ein persönlich erzähltes Sachbuch des Schuldirektors und Schriftstellers Gish Amit, aus dem Hebräischen übersetzt von Markus Lemke, sowie "Kinderwunsch" (aus dem Hebräischen von Lucia Engelbrecht), der erste auf Deutsch publizierte Roman der mehrfach ausgezeichneten Autorin Maya Arad.

Der Vertrieb erfolgt über die Liberté Vertriebskooperation, der Altneuland ab sofort angehört.

Weitere Informationen: www.altneuland-press.com