Ein Klick: Einblick - Arthur Bartl

"Wie soll sich ein Pflänzchen ernähren, ohne Wurzeln zu schlagen?"

30. Juli 2026
Madelaine Penzkofer

Eine große Herausforderung für Arthur Bartl, Volontär im Social-Media-Marketing bei Fischer Sauerländer: "Wie geht es weiter?" Nicht nur für ihn, sondern auch für das Buch und die Branche. Außerdem verrät er, in welchem Buch er gern mal leben würde und wieso er sich manchmal wie ein Löwenzahn fühlt.

Ein Porträt von Arthur Bartl links, rechts vor blauem Hintergrund der Text "Ein Klick: Einblick" oben drüber ein Auge unten drunter ein Mausklick

Arthur Bartl

Was hat dich in der Buchbranche überrascht?

Arthur Bartl: Der Balanceakt zwischen dem Respekt gegenüber dem Buch als Kunstform, Geschichtenträger und Rebellionswerkzeug und der wirtschaftlich notwendigen Betrachtung als Mittel zum Zweck. Als Neuling hatte ich Extreme erwartet und bin immer wieder davon fasziniert, wie meine Kolleg:innen mit diesem Dualismus umgehen.

Deine größte Herausforderung im Moment?

Arthur Bartl: Wie geht es weiter? Sowohl für die Branche, für das Buch, für die Fußstapfen, in die wir treten und die Wege, die wir einschlagen. Aber auch für mich: Wo treibt es mich hin, wo bin ich wohl in einem Jahr und wie soll sich ein Pflänzchen ernähren, ohne Wurzeln zu schlagen?

In welchem Buch würdest du gerne eine Woche lang leben?

Arthur Bartl: Ich glaube, ich würde gut in "Die Stadt der Träumenden Bücher" von Walter Moers passen. Auch wenn mir eine Woche nicht reichen würde, um mich in die zamonische Literatur einzulesen.

Das Cover von "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers

Was ist der nächste Punkt auf deiner To-Do-Liste?

Arthur Bartl: Skripte schreiben und dann ab vor die Kamera.

Aus heutiger Sicht: Welchen Rat würdest du jetzt deinem Ich für die berufliche Anfangsphase geben?

Arthur Bartl: Frag nach, was du nicht verstehst, und bleib neugierig. Hab keine Angst vor Fehlern – sie werden dir sowieso passieren und du kannst viel daraus lernen.

Was macht dich glücklich?

Arthur Bartl: Das Gefühl, wenn die Fingerspitzen kribbeln und sich eine Idee formt. Der Weg vom Gedanken bis zum fertigen Ergebnis mit allen Zwischenschritten. Die Tatsache, dass da immer irgendwo eine Geschichte lauert, die nur darauf wartet, dass wir sie finden.

Dein Tipp, wenn es gerade nicht so rund läuft?

Arthur Bartl: Rausgehen und eine Runde durch den Wald drehen. Stell dich neben einen Baum und fühl dich wie ein Löwenzahn neben ihm. Atme tief durch und genieß das Gefühl, klein zu sein.

Zur Person:

Arthur Bartl (*2000) ist immer für eine gute Geschichte zu haben. Aktuell absolviert er seinen Master in der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft und -Buchwissenschaft und ist seit 2024 als Volontär im Social-Media-Marketing auf den Onlinekanälen von Fischer Sauerländer zu sehen.