Ein Klick: Einblick - Elisabeth Horz

"Das ist aufregend, aber auch herausfordernd"

16. Juli 2026
Madelaine Penzkofer

Immer neue Nischen der Branche kennenzulernen, fasziniert sie. Welche Tipps sie für Wartezeiten in Bewerbungsphasen hat und in welchen Settings sie am liebsten leben würde, von landschaftlich einmalig bis abenteuerlich, erzählt Elisabeth Horz in unserem Fragebogen für junge Stimmen.

Ein Porträt von Elisabeth Horz links, rechts vor blauem Hintergrund der Text "Ein Klick: Einblick" oben drüber ein Auge unten drunter ein Mausklick

Elisabeth Horz

Was hat dich in der Buchbranche überrascht?

Elisabeth Horz: Was mich immer wieder positiv überrascht, ist die Vielzahl der Berufe und Spezialisierungen innerhalb der Branche. Vom Digital Marketing Manager für Bücher aus dem Finanzbereich über die Projektleiterin für KI-gestützte Fachliteratur-Übersetzungen bis zum Buchgestalter bei der Stiftung Buchkunst – ich finde es total spannend, immer noch neue Nischen kennenzulernen und Jobzuschnitte zu entdecken, die man sich nie hätte träumen lassen.

Deine größte Herausforderung im Moment?

Elisabeth Horz: Neuer Job, neue Stadt, neues Unternehmen, neue Kollegen, neue Aufgaben – ich lerne gerade sehr viel Neues kennen. Ich versuche, alles im Kopf zu sortieren und mir möglichst viel zu merken. Gerade in großen Unternehmen sind die Abteilungen und Ansprechpartner oft zahlreich, sodass man sich erst einmal orientieren muss. Das ist aufregend, aber auch herausfordernd.

In welchem Buch würdest du gerne eine Woche lang leben?

Elisabeth Horz: Es ist sehr schwierig, nach welchen Kriterien ich hier auswähle! Da mich schöne und abgelegene Orte dieser Erde faszinieren, reizen mich landschaftlich einmalige und historisch aufgeladene Settings wie zum Beispiel der an die subpolare Macquarieinsel angelegte Schauplatz in Charlotte McConaghys "Die Rettung". Und in ganz abenteuerlichen Momenten fände ich es aufregend, mal in ein so wirres Universum wie in Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis" einzutauchen. Wahrscheinlich würde mir das nach einer Woche dann aber auch reichen!

Das Cover von "Die Rettung" von Charlotte McConaghy, erschienen bei Fischer
Das Cover von "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams

Was ist der nächste Punkt auf deiner To-Do-Liste?

Elisabeth Horz: Mich um einige Aufgaben für die Organisation des Weiterbildungstages der Jungen Verlags- und Medienmenschen in diesem Winter zu kümmern. Ich bin seit gut einem Jahr ehrenamtlich bei den JVM tätig und es macht viel Spaß, mit so unterschiedlichen, aber durchweg motivierten Menschen zusammenzuarbeiten und am Ende ein gelungenes Event auf die Beine zu stellen!

Aus heutiger Sicht: Welchen Rat würdest du jetzt deinem Ich für die berufliche Anfangsphase geben?

Elisabeth Horz: Das ist immer leichter gesagt als getan, aber die Zuversicht nicht verlieren und sich auch in "Wartezeiten" während der Bewerbungsphase dort engagieren, wo man Freude an den Aufgaben hat oder Fähigkeiten für den angestrebten Beruf erlernen bzw. einsetzen kann. Oft helfen persönliche Begegnungen und nachweisbare Erfahrungen mehr als Uni-Noten. Oder es öffnen sich ganz unerwartete Türen und Perspektiven.

Was macht dich glücklich?

Elisabeth Horz: Momente in der Sonne, Bücher und Geschichten, die man nicht aus der Hand legen kann, und lange Hundespaziergänge durch die Natur.

Dein Tipp, wenn es gerade nicht so rund läuft?

Elisabeth Horz: Durchatmen. Priorisieren. Unterstützung suchen. Einen Plan machen. Und dann ins Handeln kommen.

Zur Person:

Elisabeth Horz hat Klassische Philologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert und war anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Nach Abschluss des Fortbildungsprogramms Buch- und Medienpraxis an der Goethe-Universität Frankfurt ist sie seit diesem Jahr Trainee im Lektorat für Forschungspublikationen bei Springer Fachmedien GmbH. Außerdem engagiert sie sich im Team des Weiterbildungstages bei den JVM.