In der Vergangenheit hat sich das crossmediale Börsenblatt-Angebot vorrangig über Werbung finanziert. Trotz eines kontinuierlichen Reichweitenzuwachses und steigender Umsätze bei den digitalen Werbeplätzen können die Online-Erlöse den Negativtrend bei den Erlösen für Handelsmarketing in der gedruckten Ausgabe nicht ausgleichen. Parallel stagnieren die Vertriebserlöse.
Um der daraus resultierenden Finanzierungslücke entgegenzuwirken, hat MVB weitreichende Maßnahmen zur Kostenreduzierung umgesetzt – dazu zählt auch die 2024 erfolgte Umstellung auf die zweiwöchentliche Erscheinungsweise der gedruckten Börsenblatt-Ausgabe. Den erreichten Einsparungen stehen die dauerhaft niedrigeren Anzeigenerlöse sowie fortlaufend steigende Allgemeinkosten gegenüber. Vor diesem Hintergrund ist das bisherige Finanzierungsmodell nicht mehr haltbar.
wo und in welcher Form wurden die Gremien denn informiert? Ich kann mich an keine Information des SoA erinnern, denn dann hätten wir diese Diskussion sicher auch dort kontrovers geführt. Ich denke die MVB und der Verband schießen sich hier ein grandioses Eigentor. Ich persönliches habe seit Jahren kein gedrucktes Börsenblatt gesehen, nutze aber den Onlinezugang täglich - wie im übrigen die meisten unserer 400 Mitarbeitenden auch.. Wir diskutieren seit Jahr und Tag, dass wir uns schwer tun die Mitglieder in Ihrer Breite zu erreichen und deren Partizipation stetig sinkt.. Das einzige verbleibende Medium in dem Branchenthemen überhaupt noch vorkommen, nun in Teilen hinter der Paywall zu verstecken, wird die Entfremdung vieler Mitglieder von "ihrem" Verband sicher nicht aufhalten - im Gegenteil. Und ja, die MVB ist zur Wirtschaftlichkeit gegenüber ihrem Eigentümer verpflichtet. und das sind am Ende die Mitglieder des Börsenvereine, denen ihr Verband am Ende "gehört".