Einen brisanten Punkt gab es in Frömmings Redebeitrag trotzdem: Der Abgeordnete hat sich offenbar mit einer Kleinen Anfrage an das Innenministerium gewandt und nach vier weiteren Buchhandlungen gefragt, von denen er am Rednerpult konkret nur Bibabuze in Düsseldorf und die Frankfurter Karl-Marx-Buchhandlung nannte.
Im Bundestag zitierte er aus der frisch eingetroffenen Antwort des Innenministeriums, in der es Frömming zufolge heißt: „Eine weiterführende Auskunft zu den in der Fragestellung genannten Buchhandlungen kann aus Gründen des Staatswohls nicht erfolgen. Durch eine offene Auskunft über den aktuellen Wissensstand könnten die betroffenen Akteure Abwehrstrategien entwickeln.“
Aus dieser Antwort Schlüsse zu ziehen, ohne dass man den genauen Zusammenhang kennt, ist problematisch. Trotzdem wirft sie Fragen für die Branche auf: Bedeutet das, dass weitere Buchhandlungen vom Verfassungsschutz beobachtet werden? Und welche Folgen könnte das für diese Buchläden in Zukunft haben?
Zufall oder (vermutlich) nicht: Beide Buchhandlungen, auf die Frömming verweist, werden in einem Beitrag des rechten Online-Portals „Nius“ vom 11. März genannt, der nach Verbindungen zur linken Szene sucht. Neben Bibabuze und Karl-Marx-Buchhandlung wird noch der Glitch Bookstore in München erwähnt.