3. Nach meinem ersten Buch hätte ich ganz entspannt 10 Jahre warten sollen, bevor ich ein zweites schrieb. Mein Lektor sagte mir damals, alle zwei Jahre sollte ich schon eines vorlegen, und leider hielt ich mich daran. Was dazu führte, dass ich versuchte, Literatur zu verfassen. Eine grässliche Falle, ich glaube für alle Schreibenden. Das würde ich heute nicht mehr tun.
4. Irgendwann stellte ich fest, dass Schreiben unter anderem bedeutet, Lebensprobleme ästhetisch zu lösen. Und damit meine ich: nur ästhetisch. Eine befreundete Autorin erzählte mir einmal, dass sie ein ganzes Jahr lang versuchte, ihre Beziehung zu retten, indem sie einen Roman darüber schrieb. Am Ende merkte sie, dass sie mit ihrem Exfreund dieses ganze Jahr über kein einziges Wort gewechselt hatte.