"Es gibt eine ausgesprochene Journalistenliteratur, man kann sie schnell verfeuern"
Am Donnerstag wurde der Berliner Literaturkritiker Helmut Böttiger mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. In seiner Rede zeichnete er ein Bild des heutigen Kritikertyps: Die Literatur werde heutzutage gerne dienstverpflichtet und die Diskursmaschine warte nur darauf, angeheizt zu werden. "Es geht nicht um ästhetische Auseinandersetzungen, sondern um die Positionierung im Literaturbetrieb." Seine Rede im Wortlaut: